Eine Hausgeburt, trotz Spätabort mit Kaiserschnitt, nochmaliger Fehlgeburt und Risikoschwangerschaft?

 

 

 

Das klingt krass, oder!? Wie schafft man es soviel Vertrauen in sich und seinen Körper zu haben, dass man trotz dieser Vorerfahrungen und gegen Anraten der Ärztewelt diesen Weg geht? Hier bekommst Du einen kleinen Einblick.

 

 

 

Ich habe insgesamt vier Schwangerschaften erlebt. Die erste endete für mich äußerst traumatisch und lebensgefährlich in der 22. SSW mit Kaiserschnitt. Die zweite endete bereits in der 9. SSW. Da stand ich nun als zweifache Sternenmama. Als ich dann ein drittes Mal Schwanger wurde, hatte ich riesige Angst auch dieses Kind wieder zu verlieren. Ich hatte Zweifel, dass mein Körper dazu fähig sein soll, ein Kind auf die Welt zu bringen. Ich wurde sehr engmaschig kontrolliert, es wurden zich Ultraschalls gemacht. Ich hatte solche Angst, dass mein Blutdruck bei jedem Arztbesuch in die Höhe ging und ich Tabletten nehmen musste. Schwangerschaftsdiabetes kam hinzu, da meine Angst zu einem falsch-positiven Blutzucker-Test führte. Das alles stresste mich zunehmend und ich befand mich in einem Teufelskreislauf der Angst! Es gab kein entrinnen.

 

 

 

Wenn Angst dem Vertrauen in die Quere kommt

 

 

 

Gerne hätte ich meinem Bauchgefühl vertraut, dass mir immer wieder sagte, dass jede weitere Untersuchung der verschiedenen Ärzte und Kliniken nichts weiter, als noch mehr Angst und Streß bringen. Gerne hätte ich meinem Baby im Bauch mehr vertraut, das mir jedes Mal deutlich zu verstehen gab, dass es ihm gut geht und das es den Ultraschall nicht mag. Gerne hätte ich meinem Körper vertraut, der mir das Gefühl gab, dass der Wehenbelastungstest und die Einleitung zum Geburtstermin völliger Quatsch sind und ich ruhig im meiner Wunschklinik gebären kann. Doch "die Götter in Weiß" hatten mich gut im Griff und schafften es immer wieder mich zu verunsichern. Mein Verstand sagte mir immer "Was wenn dein Gefühl nicht stimmt und dann doch wieder etwas passiert. Das wirst du dir nie verzeihen". Also machte ich all diese Dinge, mit einem sehr flauen Gefühl in der Magengegend!

 

 

 

Die Anfänge der Verbindung "von Herz zu Herz"

 

 

 

Meine Idee und das Konzept der Verbindung "von Herz zu Herz" haben sich in dieser Zeit entwickelt. Denn trotz dieser riesen Angst HATTE ich diesen Draht zum Bauchgefühl, zum Körpergefühl und zum Verbindungsgefühl mit meinem Baby. Ich pflegte eine sehr intensive Beziehung zu meinem Baby im Bauch, wodurch ich schon vieles über es wusste, bevor es auf die Welt kam. In der Zeit außerhalb der Arztgänge machte ich es mir so schön und angenehm wie möglich und fühlte mich oft erfüllt von Vertrauen. Die ersten Instrumente, wie die Meditation "von Herz zu Herz" und das "Futter für´s Hirn", entwickelten sich und gaben mir Momente der Sicherheit. Sie sagten mir den richtigen Weg an, doch ich traute mich nicht ihn zu gehen. EIGENTLICH WUSSTE ICH GENAU was das Richtige für mich und mein Baby ist. ABER: ich traute mich nicht komplett zu Vertrauen!

 

 

 

Zum Vertrauen kann man nicht gezwungen werden - es ist ein Prozess!

 

 

 

Mir fehlte noch eine weitere Zutat - das Vertrauen in den Lauf des Lebens! Damit ist das Vertrauen gemeint welches besagt, dass alles was mir passiert, genau das Richtige für mich und mein Leben ist. Indem ich dem Lauf des Lebens vertraue, nehme ich jedes Ereignis an, welches mir in meinem Leben wiederfährt - auch wenn das heißen würde, wieder Sternenmama zu werden! Doch dieser Gedanke kam für mich jetzt noch nicht in Frage.

 

 

 

Ein Jeder, der mir mit solchen Worten daher kam, hätte ich in den Mond schießen können! JA, ich hatte Vertrauen, ABER eben nur soviel dass ich zwar mein Bauchgefühl & Co. verstanden habe, jedoch mein Handeln nicht danach ausgerichtet habe. Ich brauchte für meine Angst die technische Bestätigung, dass auch WIRKLICH alles gut war! Meine Angst überlagerte mein Vertrauen um Längen! Doch ich war dankbar für jeden kleinen Moment ohne Angst, den ich im Vertrauen und in Verbindung erleben konnte!

 

 

 

Eine Spontangeburt im Krankenhaus

 

 

 

Die Geburt im Krankenhaus endete zum Glück in einer Spontangeburt, was bei einem vorhergehenden Kaiserschnitt ja auch nicht immer selbstverständlich ist (VBAC). Auch wenn ich nicht in meinem Wunschkrankenhaus entbinden konnte, und diverse Sicherheitsmassnahmen - wie direkte Kanülen-Legung bei Aufnahme und Dauer-CTG - als nicht gerade als vertrauensfördernd empfand, so hätte ich mir in der damaligen Situation keinen anderen Weg  vorstellen können. Bis zu dem Moment, als ich meine Tochter endlich im Arm hielt, habe ich damit gerechnet, dass meinem Glück doch noch irgendwas dazwischen kommt. Die Angst war mir bis zum Schluß ein treuer Begleiter. Doch das Schicksal meinte es diesesmal gut mit mir! Als ich meine Tochter das erste mal anblickte, erkannte ich dass sie genau so aussah, wie ich sie bereits zuvor in meinen Meditationen "von Herz zu Herz" sah!

 

 

 

Der Bann war also gebrochen. Mein Körper konnte ein gesundes Baby austragen und auf die Welt bringen!

 

 

 

Gestärkt von dieser Gewissheit und bereichert um das Vertrauen in den Lauf des Lebens, sollte bei der nächsten Schwangerschaft alles anders werden. Ich wollte mich vom Vertrauen leiten lassen, möglichst wenige Ultraschalls machen lassen und am liebsten garnicht mehr im Krankenhaus gebären. Denn ich wusste, dass egal wie meine Schwangerschaft verläuft und endet: es wird seine Richtigkeit haben! Es liegt nicht in meiner Macht, dies zu beeinflussen. Das konnte ich nun annehmen, ohne an die Decke zu gehen!

 

 

 

Ich dachte an ein Geburtshaus. Doch leider kam das aufgrund meiner Vorgeschichte nicht in Frage - ich wurde abgelehnt. Also begab ich mich doch auf die Suche nach einem Krankenhaus, die einer natürlichen Geburt gegenüber aufgeschlossen sind. Doch dank einer Empfehlung fand ich was Besseres: eine Hebammenpraxis, die mit mir eine Hausgeburt plante!

 

 

 

Endlich konnte ich mich vom Vertrauen leiten lassen!

 

 

 

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich in dieser Schwangerschaft keine Angst gehabt hätte. Doch diesesmal war mein Vertrauen viel Größer! Es ist um die Zutat gewachsen, welche mir in der vorherigen Schwangerschaft fehlte.

 

  • Ich wollte diesesmal eine Schwangerschaft erleben, die von Vertrauen in mich, in meinen Körper und in mein Baby im Bauch geprägt ist
  • Ich wollte loslassen von dem Kontrollwahn über den Verlauf und den Ausgang der Schwangerschaft
  • Ich wollte dem Lauf des Lebens vertrauen
  • Ich wollte eine möglichst natürliche und selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt erleben
  • Ich wollte mich nicht mehr von Ärzten zu unnötig vielen Untersuchungen hinreißen lassen
  • Vor allen Dingen wollte ich mich nicht mehr verunsichern lassen!
  • Ich wollte meinem Baby im Bauch und mir eine möglichst schöne Zeit bereiten, jeden Tag genießen und darin Vertrauen, dass das Schicksal genau die richtige Entscheidung über den Verlauf der Schwangerschaft fällt

 

 

Und genau das habe ich getan!

 

 

 

Ich habe die volle Verantwortung für MEINE Schwangerschaft übernommen. Ich habe alle Angstherde Stück für Stück abgeschafft! Die wohl wichtigsten Entscheidungen waren, fast ale Vorsorgen ausschließlich von meiner Hebamme durchführen zu lassen,  der Wechsel meines Frauenarztes und die Entscheidung gegen den Blutzuckerbelastungstest. Ich hatte den Mut und das Vertrauen auf mein Bauchgefühl zu hören!

 

 

 

Die Verbindung "von Herz zu Herz" war damit komplett! Ihre verschiedenen Instrumente halfen mir sehr in dieser Vertrauenshaltung zu bleiben. Sie gaben mir die Kraft, mich dieses Mal für meine Traumschwangerschaft und meine Traumgeburt einzusetzen!

 

 

Und so wurde mir ein glückliches Ende bescherrt. Ich konnte meinen Sohn zuhause, in privater Atmosphäre, ohne dass fremde Menschen an mir herumfummeln, ohne irgendwelche Gerätschaften an meinem Körper, mit Wohlfühlklamotten,  und vor allen Dingen gemeinsam mit meiner Familie, in dieser Welt begrüßen. Für uns alle war das eine wunderschöne und heilsame Erfahrung! Er schob sich total entspannt durch den Geburtskanal nach draußen, während meine Tochter begeistert durch die Wohnung tanzte und in die Welt schrie: "Er kommt, mein Brüderchen kommt!". Als er das Licht der Welt erblickte, kuschelten wir zu viert in unserem Familienbett, welches wir lange nicht verließen! Es war ein wunderschönes ankommen in einem von Normalität geprägten Familienalltag.

 

 

Ich habe es geschafft, die Angst und Unsicherheit hinter mir zu lassen, und bin den heilsamen Weg zu Vertrauen, Intuition und sicherer Bindung gegangen!