Die Meditation "von Herz zu Herz" - Für Momente der Verbindung und Angstfreiheit in der Schwangerschaft

Heute packe ich eines der Instrumente der Verbindung "von Herz zu Herz" aus. Es handelt sich um einen Weg, wie Du es schaffen kannst mit Deinem Baby im Bauch in einen Dialog zu treten, Dich mit ihm auszutauschen, und es so tief wahrzunehmen, dass Du sogar seinen Herzschlag spürst. Gerade dann, wenn Du große Angst hast und am liebsten mehrmals täglich per Ultraschall in Deinen Bauch reinschauen möchtest, um zu SEHEN, dass es Deinem Baby gut geht, ist diese Methode ein Geschenk. Denn mit ihr FÜHLST Du, ob es Deinem Baby gut geht! Es handelt sich um eine Meditation. Durch sie ist es Dir möglich, Dich mit dem Unbewussten Deines Babys zum gemeinsamen Plausch zu verabreden. Sie ist der Schlüssel zu einer ganz tiefen Verbindung zwischen Dir und Deinem Baby im Bauch!

 

 

 

 

Es gibt zwei Formen der Verbindung mit unserem Baby: die Natürliche und die Unbewusste

 

 

 

 

Die natürliche Verbindung

 

Jedes Mal, wenn Du Deine Hand auf den Bauch legst, um Dein Baby zu streicheln oder es über die Handfläche zu spüren, gehst Du eine natürliche Verbindung mit ihm ein. Das gleiche geschieht, wenn Du ihm ein Buch vorliest, ihm etwas vorsingst, es sanft schaukelst oder zu ihm redest. Jede bewusste Handlung die Du ausführst, um mit Deinem Baby in Kontakt zu treten, lässt ein Gefühl von Verbundenheit entstehen.

 

 

 

Die unbewusste Verbindung

 

Dieser Teil der Verbindung ist nicht bewusst steuerbar, auch wenn Du Dich natürlich bewusst entscheiden musst, sie eingehen zu wollen. Um sie allerdings eingehen zu können, bedarf es mehr als der Bewusstheit. Du musst Dich in einen Zustand begeben, in dem sich Dein Unbewusstes mit dem Unbewussten Deines Babys verbinden kann. Dieser unbewusste Kontakt hat eine viel größere Auswirkung auf Dein Baby, als der Bewusste. Den Raum, in dem dieser fruchtbare Dialog entstehen kann, bezeichnen Dr. med. György Hidas und Dr. Phil. Jenö Raffai in ihrem Buch "Nabelschnur der Seele", als vorgeburtlichen Bindungsraum. Neben dem geeigneten Weg zu dieser Verbindung, benötigst Du noch ein großes Stück Vertrauen in Deine eigene Kompetenz und Fähigkeit, Botschaften von Deinem Baby im Bauch empfangen zu können. Die Meditation "von Herz zu Herz" ist ein solcher Weg, um diese unbewusste Verbindung mit Deinem Baby eingehen zu können.

 

 

 

 

In der Verbindung zwischen Dir und Deinem Baby steckt viel Kraft

 

 

 

 

Überleg mal: wie oft gehst Du der natürlichen Verbindung mit Deinem Baby im Bauch nach? Wie oft der Unbewussten? Nimmst Du Dir bewusst Zeit, um Dich mit Deinem Baby zu verbinden?

 

Indem Du Dich mit Deinem Baby in Verbindung fühlst, sorgst Du dafür, dass die psychische Nabelschnur - welche durch die Bindung Deines Kindes geschaffen wird - schon jetzt gepflegt wird. Nur geht das Gefühl für diese Verbindung im Alltag leider schnell unter. Oft funktionieren wir hauptsächlich. Wir reagieren auf das was auf uns einströmt, und haben keine Zeit mehr "hinzusehen" und "reinzufühlen". Auch lähmt uns unsere Angst manchmal so sehr, dass wir das Gefühl für diese Verbindung verlieren oder ihr nicht mehr vertrauen. Wir vertrauen nur noch dem was wir sehen, nicht mehr dem was wir fühlen. Unser Fokus ist auf das AUSSEN gerichtet, nicht auf das INNEN. Dazu spannen und unsere vielen Aufgaben meistens so dermaßen ein, dass wir den Blick für das wahrlich wichtige in unserem Leben verlieren. Und nicht selten sind es gerade diese Kleinigkeiten, welche große Wirkung haben. In der Verbindung zwischen Deinem Baby im Bauch und Dir steckt sehr viel Kraft:

 

  • durch sie bekommst Du Sicherheit, wenn Angst Dich überfällt
  • durch sie erhältst Du wertvolle Momente des Vertrauens
  • durch sie baust Du schon jetzt eine tiefe Beziehung zu Deinem Baby auf
  • durch sie erfährst Du schon in der Schwangerschaft ganz viel über die Eigenheiten Deines Babys...Du lernst es kennen
  • durch sie legst Du schon jetzt den Grundstein für eine sichere Eltern-Kind-Bindung
  • durch sie bekommst Du wieder Bezug zu Deiner Intuition
  • durch sie wirst Du mit Deinem Baby schon jetzt ein "Team", dass dann auch die Geburt gemeinsam begeht

 

 

 

 

Schaff Dir Deine Mini-Oasen der Verbindung

 

 

 

 

Für viele von uns ändert sich durch die Tatsache der Schwangerschaft erst mal nichts. Der Alltagswahnsinn geht oft genau so weiter wie zuvor. Die To-Do-Liste wird nicht kürzer. Im Gegenteil! Jetzt kommen mindestens monatliche Vorsorgen und vielleicht noch hier und da ein Kürschen für Schwangere zur Fitness, Entspannung oder sonst was hinzu.

 

Ich weiß sehr gut wie es ist, wenn man vor lauter verplanter Zeit keinen Moment der Ruhe für sich selbst findet, geschweige denn für so Sachen wie einer Meditation! Doch ich weiß auch, wie bereichernd diese Mini-Oasen der Verbindung sein können: für Dich, für Deine Beziehung zu Deinem Baby, für Dein Sicherheitsgefühl, für die Geburt, für eine sichere Bindung, u.v.m. Sie macht Deine Schwangerschaft, Deine Geburt und Dein Leben mit dem Baby außerhalb Deines Bauches um einiges leichter. Und sie schenkt Dir wertvolle Momente des Vertrauens in einer sonst sehr angstbeladenen Schwangerschaft.

 

 

 

 

Sei Dir selbst wichtig und sorge für Dich

 

 

 

 

Ich schlage Dir vor: Nimm Dir bewusst Zeit für DICH und mache mehr von den Dingen, die DICH glücklich machen! Sorge für Dich! Denn indem Du für Dich selbst sorgst und das tust, was Dich glücklich macht, sorgst Du gleichzeitig für Dein Baby. Klar, es ist verdammt viel zu tun, und die Dinge erledigen sich nicht von selbst. Doch wenn Du in Dich reinfühlst und nachspürst was Dir wirklich wichtig ist, welche Antwort erhältst Du?

 

Schau Dir Deine To-do-Liste an, und überdenke Deine Prioritäten. Was kannst Du streichen? Was kannst Du verschieben? Plane Dir bewusst Zeit Für Dich und Dein Baby im Bauch ein. Plane Dir Zeiten des Nichts-tuns, der Ruhe und der Entspannung ein. Komm wieder in Deine Mitte und beginne Dich selbst zu spüren. Später, nach der Geburt, wirst Du keine andere Wahl haben und musst Dein Leben um das Baby herum planen. Warum also nicht schon jetzt damit beginnen?

 

 

 

 

 

Trau Dich Deiner eigenen Fähigkeit und Kompetenz zu Vertrauen, Gefühle und Botschaften Deines Babys zu empfangen

 

 

 

 

 

Leider ist ganz oft dieses Vertrauen der Knackpunkt, weshalb wir der Verbindung zu unserem Baby nicht nachgehen. Wir sind so dermaßen den verstandsgesteuerten Weg gewohnt und haben im Laufe unserer Entwicklung den Bezug zu unseren inneren Kompetenzen verloren. Doch wir HABEN eine innere Stimme, wir HABEN ein Bauchgefühl und wir HABEN eine Intuition. Wir KÖNNEN uns mit unserem Baby im Bauch verbinden und mit ihm in den Dialog treten, genauso, wie wir uns mit jedem anderen Lebewesen auf unbewusster Ebene verbinden können. Sehr viele handlungstheoretische Aspekte der Psychoanalytischen Pädagogik  (Trescher, 1993) und der Bindungsanalyse (Hidas/Raffai, 2010) basieren genau auf dieser Kommunikation des Unbewussten. Diese Dinge existieren!

 

Auch wenn wir diese Fähigkeit schon lange nicht mehr benutzt haben, den Bezug dazu verloren haben und uns nicht einmal mehr daran erinnern wie man sie benutzt, so können wir sie niemals verlernen. Es ist wie Fahrrad fahren oder schwimmen. Auch wenn diese Fähigkeiten jahrzehntelang brach lagen, so verlernt man sie nie! Mit ein wenig Übung, einer großer Portion Mut und Selbstvertrauen schafft man es in kurzer Zeit wieder, sie genau so selbstverständlich wie damals auszuführen.

 

Die Meditation "von Herz zu Herz" kannst Du als eine Art "Schlüssel" zu dieser, Dir in die Wiege gelegte, Fähigkeit ansehen. Sie bringt Dich in Kontakt mit Deinem Baby, Du lernst wieder auf innerer Ebene wahrzunehmen und zu deuten. Wenn Du dieses Gefühl verinnerlicht hast und es wieder ein Teil Deiner natürlichen Kompetenzen geworden ist, brauchst Du den Schlüssel nicht mehr. Du brauchst Dich dann nicht mehr in diesen meditativen Zustand zu begeben, um Dich mit Deinem Baby auf unbewusster Ebene zu verbinden. Du kannst jederzeit und an jedem Ort - sitzend, liegend oder to go - in Dein Baby einfühlen und wahrnehmen wie es ihm geht, was es gerade macht, und vieles mehr.

 

 

 

 

Die Meditation "von Herz zu Herz"

 

 

 

 

Im Folgenden beschreibe ich die Meditation "von Herz zu Herz", sowie auch die unterschiedlichen Möglichkeiten Botschaften zu Deinem Baby zu senden und sie von ihm zu empfangen.

 

 

Die Meditation bis zum Punkt der Verbindung

 

Suche Dir einen ruhigen Platz und mach es Dir bequem. Ich habe mich immer gerne auf die Wohnzimmercouch gesetzt, die Beine hochgelegt, das Licht gedimmt und eine meditative Musik im Hintergrund laufen lassen. Schau für Dich selbst wo und wie es für Dich am angenehmsten ist.

 

"Ich schließe meine Augen und atme ruhig und gleichmäßig...ruhig und gleichmäßig.  Mit jedem Atemzug spüre ich eine angenehme Entspannung in meinem Körper. Ich atme tief ein und tief wieder aus...tief ein und tief wieder aus. Die Entspannung beginnt in meinem Kopf, zieht sich nach unten in meinen Nacken, Schultern und Rücken, durch mein Gesäß und Beine bis zu meinen Füßen. Meine Arme und Beine sind schwer...schwer...ganz schwer. Mit ihnen auch meine Hände, Finger, Füße und Fußzehen. Und jetzt, wo sie sich so schwer fühlen, werden sie warm...warm...ganz warm. Mein Nacken ist gelöst und warm...warm...ganz warm. Mein Sonnengeflecht (Magengegend) ist warm...warm...strömend warm. Meine Stirn ist kühl...kühl...angenehm kühl.

 

Ich bin ruhig...ganz ruhig...und entspannt. Ich genieße diesen Zustand der Ruhe und  Entspannung. Ich atme tief ein und tief wieder aus...tief ein und tief wieder aus.

 

Der Raum in dem ich mich befinde, ist umgeben von beschützendem weißem Licht. Ich stelle mir vor, wie die Wände, die Decke, Fenster und Türen in weißem Licht erstrahlen. Ich fühle mich, als wäre ich in einer riesigen, weiß umhüllten Seifenblase.

 

Ich bin ruhig...ganz ruhig...und entspannt.

 

Ich bin verwurzelt mit Mutter Erde und verbunden mit Vater Himmel. Ich bin gehalten und gestützt von allen Himmelsrichtungen. In tiefer Dankbarkeit nehme ich ihre Gaben an. Der Osten erfüllt mich mit Mut, der Süden erfüllt mich mit Liebe, durch den Westen kann ich loslassen und durch den Norden komme ich zur Ruhe. Ich bin Eins mit allem was ist. Alles was in mir ist, ist auch außen, und alles was außen ist, ist auch in mir.

 

Ich bin ruhig...ganz ruhig...und entspannt.

 

Ich verbinde mich jetzt mit meinem Baby im Bauch. Ich öffne mein Herz wie die Blüte einer Blume und bin bereit zu empfangen (Stelle Dir vor, Dein Herz ist eine geschlossene Blüte einer Blume. Öffne nun die Blüte. Mach sie weit auf. Lege nun eine Hand auf Deine Herz und die andere auf Deinen Babybauch. Stelle Dir bildlich vor, wie sich zwischen Deinem Herzen und dem Deines Babys eine Schnur spannt - eure Verbindungsleitung. Nun spüre Deinen Herzschlag. Schicke ihn durch die Verbindungsleitung zu Deinem Baby - ruf bei ihm an. Rede es in Gedanken an)

 

"Hallo mein Engel (nenne den Namen oder Kosenamen, der sich für Dich richtig anfühlt), hier ist Mama" (stelle Dir vor wie die Nachricht bei Deinem Baby ankommt - bitte es Dir mit seinem Herzschlag zu antworten. Fühle den Herzschlag innerlich. Wenn Du Deinen Herzschlag sendest, und den Herzschlag Deines Babys empfängst, ist die Verbindung hergestellt!)"

 

Bleib in dieser Verbindung so lange Du möchtest. Sei Präsent und öffne Dich für das Unerwartete. Was siehst Du nun mit Deinem innerlichen Auge? Welche Gefühle empfängst Du auf einmal? Welche Worte kommen Dir auf einmal in den Sinn? Wie empfängt Deine Baby Deine Nachricht? In diesem Zustand der Tiefenentspannung und Verbindung kannst Du Deinem Baby Fragen stellen und Botschaften schicken. Sende und sei offen für die Antwort. Ein Jeder von uns empfängt diese unbewussten Botschaften und Antworten seines Babys anders.

 

 

 

So sendest Du Botschaften zu Deinem Baby

 

Du sendest ein innerliches Bild

Stell Dir vor Deinem innerlichen Auge vor, was Du Deinem Baby sagen oder was Du es fragen möchtest. Mach daraus ein Bild und schicke es durch die Schnur, die euch von Herz zu Herz verbindet, zu Deinem Baby.

Wenn Du bspw. fragen möchtest "Bist Du gerade wach oder schläfst Du?", dann sende Deinem Kind ein Bild von einem Baby, das gerade schläft oder wach ist.

 

Du sendest innerlich Wörter

Bilde innerlich einen Satz darüber, was Du Deinem Baby sagen oder was Du es fragen möchtest. Sende ihn durch die Schnur, die euch von Herz zu Herz verbindet, zu Deinem Baby. Du kannst auch einfach nur Wörter senden

Wenn Du bspw. fragen möchtest "Bist Du gerade wach oder schläfst Du?", dann sende genau diesen Satz.

 

Du sendest Gefühle

Fühle innerlich, was Du Deinem Baby sagen oder was Du es fragen möchtest. Schicke dieses Gefühl durch die Schnur, die euch von Herz zu Herz verbindet, zu Deinem Baby.

Wenn Du bspw. fragen möchtest "Bist Du gerade wach oder schläfst Du?", dann sende Deinem Kind das Gefühl "schläfrig sein" oder "wach sein".

 

Du sendest alles zusammen: innerliche Bilder, innerliche Wörter und Gefühle

In diesem Fall sendest Du zu einer bestimmten Sache gleichzeitig ein inneres Bild, mit den dazugehörigen Wörtern und Gefühlen.

Wenn Du bspw. fragen möchtest "Bist Du gerade wach oder schläfst Du?", dann schickst Du Deinem Kind ein Bild von einem Baby, das gerade schläft oder wach ist, zusammen mit dem Satz "Bist Du gerade wach oder schläfst Du?" und dem Gefühl "schläfrig sein" oder "wach sein", durch die Schnur, die euch von Herz zu Herz verbindet.

 

 

 

So "hörst" Du Dein Baby

 

Du siehst ein innerliches Bild

Es kann sein, dass Du auf einmal ein Bild von Deinem Baby vor Deinem inneren Auge erscheinen siehst. Du siehst Dein Baby im Bauch wie es gerade schläft oder wie es sich bewegt, wie es lacht oder in sich gekehrt ist.

Wenn Du bspw. gefragt hast "Bist Du gerade wach oder schläfst Du", dann empfängst Du das Bild Deines wachenden oder schlafenden Babys.

 

Du empfängst innerlich Wörter

Einige von uns empfangen Botschaften in Form von Wörtern und ganzen Sätzen, die das Innerliche auf einmal aufruft. Dein Baby begrüßt Dich vielleicht euphorisch, weil es gerade wach und aktiv ist, oder es ist eher ruhig und Wortkarg, da es gerade schläft.

Wenn Du bspw.  gefragt hast "Bist Du gerade wach oder schläfst Du", dann empfängst Du in Worten ob es wach ist oder schläft.

 

Du empfängst Gefühle

Vielleicht gehörst Du zu den Menschen, die in der Verbindung zum Unbewussten ihres Babys Gefühle empfangen. Du fühlst dann auf einmal eine wohlige Wärme, Freude, Müdigkeit oder manchmal auch eine Schlappheit.

Wenn Du bspw.  gefragt hast "Bist Du gerade wach oder schläfst Du", dann empfängst Du das Gefühl von "wach sein" oder "schläfrig sein".

 

Du empfängst alles zusammen: innerliche Bilder, innerliche Wörter und Gefühle

Zu diesem Typ gehöre ich. Ich empfange zu einer bestimmten Sache gleichzeitig ein inneres Bild, mit den dazugehörigen Wörtern und Gefühlen.

Wenn Du bspw.  gefragt hast "Bist Du gerade wach oder schläfst Du", dann empfängst Du wenn es wach ist ein Bild von einem wachen Baby, dass sich vielleicht gerade hin und her schaukelt, dazu sagt "ich bin wach und spiele" und dazu das Gefühl von Neugierde und Freude. Wenn es schläft empfängst Du das Bild von einem schlafenden Baby, das vielleicht ganz ruhig im Fruchtwasser liegt, dazu evtl. sagt "ich schlafe und brauche Ruhe, das wachsen ist manchmal sehr anstrengend" und dazu das Gefühl von Müdigkeit und Schwäche.

 

 

 

 

So verlässt Du den Raum der unbewussten Verbindung

 

Wenn Du Dich genug mit Deinem Baby ausgetauscht hast, verlasse den Raum der unbewussten Verbindung. Verabschiede Dich von Deinem Baby auf Deine Art. Wenn es bspw. gerade schläft, schicke ihm ein Bild, wie Du es sanft küsst, es zudeckst, und was auch immer gerade Dein inneres Bedürfnis ist und sich für Dein Baby gut anfühlt.

 

"Tschüss mein Engel (nenne den Namen oder Kosenamen, der sich für Dich richtig anfühlt) Vielen Dank, es war sehr schön mit Dir. Bis zum nächste mal. Ich schließe nun die Blüte vor meinem Herzen (Jetzt schließe die Blüte der Blume vor Deinem Herzen).

 

Die weiße Seifenblase löst sich auf. Das weiße Licht im Raum verschwindet (Sehe, wie sich die Seifenblase langsam auflöst und das Licht verschwindet. Du fühlst langsam, wie Du wieder in den Wachzustand zurückkehrst). Ich bewege meine Finger und meine Füße. Langsam öffne ich meine Augen. Meine Atmung normalisiert sich. Ich strecke meine Arme und Beine aus. Ich bin wieder zurück im Hier und Jetzt, in meinem Wohnzimmer (oder in welchem Zimmer Du Dich auch gerade befindest)."

 

Die Meditation "von Herz zu Herz" ist beendet.

 

 

 

 

Aller Anfang ist schwer - Sei geduldig und hab Vertrauen!

 

 

 

 

Was so einfach klingt, fällt den meisten von uns sehr schwer. Immerhin benutzt Du einen unbewussten Kommunikationskanal, über dessen Existenz Du jahrzehntelang nichts wusstest. Natürlich hast Du ihn immer benutzt, denn das Unterbewusste kommuniziert immer miteinander, auch dann, wenn Du nicht hinhörst. Du hast ihn aber noch nie bewusst betreten. Du begibst Dich auf Neuland. Das Präsent sein und innerliche zuhören, ohne das die eigenen Gedanken einen immer wieder ablenken, ist ungewohnt und muss sich entwickeln. Deine ersten Versuche Dein Baby zu verstehen werden sich anfühlen, als ob Du vor einem Berg von unverständlichen Hieroglyphen und Symbolen stehst, welche Du nicht entziffern kannst. Die Bilder, Wörter und Gefühle die Du empfängst werden Dich erstmal verwirren. Du musst erst wieder lernen, dieser inneren Wahrnehmung zu vertrauen. Hab Geduld mit Dir. Geh kleine Schritte. Und lass Dir von Deinem Verstand nicht dazwischen funken, denn er WIRD Widerstand in Form von Angst und Zweifel zeigen! Sie sind seine Alarmsignale, welche jedes Mal dann losgehen, wenn man anders handelt als gewohnt. Dies birgt für den Verstand ein Risiko. Die Angst meint es also gut mit Dir, dennoch ist sie ein schlechter Berater. Beruhig sie und gib ihr "Futter für´s Hirn". Wenn Dein Verstand beruhigt ist, hat er keinen Grund mehr für Zweifel und Du kommst immer mehr ins Vertrauen. Je mehr Momente Du im Vertrauen verbringst, desto kleiner wird die Angst und desto mehr kannst du Deine Schwangerschaft genießen und der Geburt entgegen sehen.

 

 

 

Alles Liebe

 

Eure Renate

 

 

 

 

 

 

 

Quellennachweis:

  • Hidas, Györgi; Raffai, Jenö: Nabelschnur der Seele - Psychoanalytisch orientierte Förderung der vorgeburtlichen Bindung zwischen Mutter und Baby, Psychosozial-Verlag, 2. Auflage, Gießen 2010
  • Trescher, Hans-Georg: Handlungstheoretische Aspekte der Psychoanalytischen Pädagogik; IN: Muck, Mario; Trescher, Hans-Georg (Hrsg.): Grundlagen der Psychoanalytischen Pädagogik, Matthias-Grünewald-Verlag Mainz, 1993

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