Plötzlich Sternenmama: "Wie soll ich das nur überleben und verarbeiten?" - Meine Geschichte und Deine Sofort-Hilfe in 10 Schritten!

 

Es gibt kaum eine schlimmere Nachricht im Leben einer werdenden Mutter: "Es tut mir leid, das Herz ihres Kindes schlägt nicht mehr". Oder: "Tut mir leid, ihr Kind ist totkrank und wird bald sterben". Bähm!!! Alles bricht zusammen. Der Traum vom Elternglück ist schlagartig vorbei. Alles Vertrauen in sich selbst und seinen Körper scheint verloren. Bitterliche Angst macht sich breit. Der Boden unter den Füßen wird einem bildlich weggerissen. Jeglicher Halt geht verloren. Nichts und niemand scheint in der Lage zu sein, einen aufzufangen und dabei zu helfen, diesen ungewünschten, schrecklichen Weg zu beschreiten. Man fühlt sich einfach nur verloren und alleine in einer plötzlich unsicher gewordenen Welt.

 

 

 

"Was kann ich tun,

um das Alles zu überleben und zu verarbeiten?"

 

 

 

Stellst Du Dir gerade genau diese Frage? Hat Dein Traum von der Erweiterung Deiner Familie eine unerwartete Wendung genommen und Dich zur Sternenmama gemacht? Weißt Du weder vor noch zurück und stehst hoffnungslos und ohne jeglichen Halt vor Deinem zerbrochenen Leben? Ich weiß genau wie Du Dich fühlst, denn mir ging es vor wenigen Jahren genauso. Zweimal musste ich diesen schmerzhaften Weg gehen. Zweimal war ich am Boden und habe es geschafft wieder aufzustehen.

 

Ich möchte Dir hier eine Art Sofort-Hilfe an die Hand geben, die Dir in der ersten schwierigen, schockierenden und lähmenden Zeit Deiner Trauer Orientierung und Halt gibt, und Dir helfen soll nicht daran zu zerbrechen. Danach erzähle ich Dir meine eigene Geschichte und Erfahrung als zweifache Sternenmama, die heute zwei Folgewunder im Arm halten darf.

 

 

 

Die Sofort-Hilfe

während und nach dem Verlust Deines Kindes

 

 

 

Hier zeige ich Dir zehn kraftvolle und hoffnungsgebende Schritte, die Dir helfen den Verlust Deines Sternenkindes irgendwie verarbeiten und annehmen zu können. Die Reihenfolge der einzelnen Punkte sagt nichts über den tatsächlichen Ablauf Deiner eigenen, individuellen Trauer aus. Wenn Du später meine Geschichte liest, wirst Du beispielsweise sehen, dass der tatsächliche Abschied für mich erst sehr viel später kam als die meisten es als sinnvoll erachten würden. Für mich war es so aber genau richtig. Und genau darum geht es: den für Dich richtigen Weg der Verarbeitung zu finden! Hör auf Dein Herz und Dein Bauchgefühl. Was brauchst DU jetzt am ehesten, um dieses Trauma zu überleben und zu verarbeiten?

 

 

1.) Die Entscheidung, wie und wann Dein Baby Deinen Körper verlassen soll

 

Du hast gerade die Gewissheit erhalten, dass Dein Baby im Bauch nicht mehr lebt. Sein Herz hat einfach aufgehört zu schlagen. Oder es hat schwere Fehlbildungen und ist nicht überlebensfähig. Je nachdem in welcher Phase Deiner Schwangerschaft Dich diese Horrornachricht ereilt, stehst Du nun vor der Frage, auf welche Weise Dein Baby Deinen Körper verlassen soll. Und je nach Umständen stellt sich auch die Frage nach dem Wann. Gefangen in diesem Schock musst Du nun funktionieren und Entscheidungen treffen. Das ist nicht leicht.

Befindest Du Dich in der Frühschwangerschaft, so gibt es die Möglichkeit eines natürlichen Abgangs oder einer Ausschabung. Dieser Artikel ist sehr lesenswert, wenn Du noch unsicher und vor der Entscheidung "abwarten oder ausschaben" stehst. Auch kannst Du Dich bei dieser Entscheidung von Deiner Hebamme oder Deinem Frauenarzt beraten und begleiten lassen. Die Erfahrung zeigt, das Ärzte eher zur Ausschabung raten und garnicht erst auf die Möglichkeit des natürlichen Abgangs hinweisen. So erging es mir und vielen anderen. Es mag für Dich eine bizarre Vorstellung sein, mit Deinem toten Baby im Bauch herumzulaufen und abzuwarten, bis es von selbst geht. Vielleicht unvorstellbar. Doch dieses natürliche Loslassen, welches von Dir und Deinem Baby gesteuert wird, kann den weiteren Trauerweg etwas "leichter" gestalten. Weil Du mehr Zeit hattest, Dich zu verabschieden. Weil Du noch Zeit mit Deinem Kind hattest. Weil Du bei Bewusstsein warst, als es gegangen ist. Weil Du gespürt hast, wie Dein Körper dieses Kind auf die Welt gebracht hat. Wenn Du Dich dazu nicht in der Lage fühlst, weil Dich das alles überfordert und Du es einfach nur hinter Dir haben möchtest, ist die Ausschabung für Dich vielleicht der besser Weg. Wir alle sind anders. Wir alle trauern anders. Gehen anders mit diesem Schicksalsschlag um. Dein Weg soll der genau richtige für Dich sein, nicht richtig für die anderen. Kein Weg ist besser oder schlechter.

Ist Deine Schwangerschaft schon weiter fortgeschritten, so findet in der Regel eine Stille Geburt statt. Entweder sofort, da Dein Kind bereits im Bauch verstorben ist, oder Du Dich gegen ein Weitertragen Deines noch lebenden aber schwerkranken Kindes entschieden hast. In diesem zweiteren Fall kannst Du Dich aber auch für ein Weitertragen entscheiden, und den Zeitpunkt des natürlichen versterbens Deines Kindes abwarten. Vielleicht ist für Dich auch wichtig von der Möglichkeit einer palliativen Geburt zu erfahren, wenn Deine Kind schwerkrank ist, aber niemand vorhersagen kann, wie lange es noch leben wird, ob es vielleicht sogar die Geburt überlebt, und Du Deinem Kind alle Zeit geben möchtest die es braucht, um selbstbestimmt zu gehen.

Diese "stille" Geburt - still, weil das Kind nicht schreit wenn es auf die Welt kommt - läuft ab wie eine normale Geburt. Es ist verrückt. Wie im falschen Film. Du bekommst Hormone, so dass die Geburt eingeleitet wird, ausser die natürlichen Wehen haben bereits eingesetzt. Auf der Seite von Hope´s Angel findest Du viele hilfreiche Informationen für diese schweren ersten Stunden. Ganz wichtig:

  • Nimm Dir nach der Geburt Zeit mit Deinem Kind. Streichle es. Nimm es in den Arm. Knuddel es. Bade es. Zieh es an. Deck es zu. Du hast sogar das Recht, Dein Kind mit nach Hause zu nehmen. In Deutschland ist es erlaubt, sie 36 Stunden bei sich zu haben. Es ist eine Möglichkeit, kein Muss.
  • Schaffe Dir Erinnerungen. Mach Gipsabdrücke von den Füsschen und Händchen Deines Kindes. Mach Fotos. Es gibt Sternenkinderfotografen. Sie machen Bilder von Dir und Deinem geborenen Sternenkind. Bilder schaffen eine wunderbare Erinnerung, auch wenn Du Dir das jetzt nicht vorstellen kannst. Die ehrenamtlichen Fotografen von "Dein Sternenkind" begleiten Dich und nehmen Dir das fotografieren ab. Schau Dich mal auf deren Seite um und lies die Einsatzberichte.

 

 

2.) Wenn möglich, sieh Dir Dein Kind an und nimm an einer

Sammelbestattung teil,

wenn es nicht sowieso bestatten möchtest

 

Nicht immer ist es möglich sein Kind zu sehen, nachdem es den Platz im Bauch der Mutter verlassen hat. Gerade dann nicht, wenn der Verlust in der Frühschwangerschaft stattfindet und eine Ausschabung vorgenommen wird. Oft ist das der Grund, warum diese frühen Verluste nicht als wahr empfunden werden und man sich deshalb das Trauern nicht erlauben mag. Gerade dann ist es ratsam, sich sein eigenes Abschiedsritual (siehe Punkt 3) und seinen eigenen symbolische Platz (siehe Punkt 4) zu schaffen.

Wenn es Dir möglich ist Dein Sternenkind zu sehen, dann mach es. Denn dies ist oft ein wichtiger Schritt im Trauerprozess, der es ermöglicht das ganze Erlebte als wahr anzunehmen und somit in die Verarbeitung zu kommen. Ich habe es schon im ersten Punkt erwähnt. Nimm Dir all Zeit die Du brauchst und schaffe Erinnerungen. Lass Deine Familie daran teilhaben. Wenn Du Dich noch nicht in der Lage fühlen solltest Dein Kind anzusehen, dann stelle zumindest sicher, dass die Klinik Fotos macht und sie archiviert, so dass Du evtl. zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückgreifen kannst.

Auch gibt es in vielen Wohnorten Grab- und Gedenkstätten, die teilweise regelmäßig Sammelbestattungen durchführen. Ein solches Ritual, gemeinsam mit vielen anderen gleichgesinnten Eltern, ist unheimlich befreiend und wegweisend im eigenen Trauerprozess. Zudem wirkt das Bild, das sein Sternenkind nun nicht mehr alleine ist sondern einen gemeinsamen Platz mit vielen anderen Sternkindern hat, lange unheimlich positiv nach. Natürlich kannst Du es auch individuell nach Deinen Vorstellungen bestatten lassen. Je nach Bundesland ist Dein Kind ab einem bestimmten Gewicht oder Zeitpunkt bestattungspflichtig. Und in allen Bundesländern besteht ein Bestattungsrecht für totgeborene Kinder.

 

 

3.) Finde Dein persönliches Abschiedsritual

 

Schon vor, während und nachdem Dein Baby Deinen Körper verlassen hat, bietet Dir ein Abschiedsritual eine wunderbare Möglichkeit, Dich von Deinem Baby in Verbundenheit und Liebe zu verabschieden. Hör dabei voll und ganz auf Dein Herz und Dein Bauchgefühl:

  • Sing ein Lied
  • Sprich ein Gebet
  • Rede mit der Seele Deines Sternenkindes
  • Schreib ein Gedicht oder eine Geschichte auf
  • Male ein Bild
  • Verbrenne vorher gefertigte Gedankenzettel. Die Asche kannst Du aufheben oder Dir einen Ort sowie eine Art & Weise überlegen, wie und wo sie übergehen soll
  • Schaff Dir Deinen magischen Moment, mit Kerzenschein, Räucherkerze und wonach es Dir auch immer ist, an einem Ort der sich für Dich richtig anfühlt
  • Geh in den Wald, an einen Bach, auf einen Berg oder wo auch immer Dich Dein Herz hinzieht
  • Lass einen Luftballon steigen
  • Erstelle Deine eigene Schatztruhe der Erinnerung und des Abschieds
  • Führe ein Tagebuch

Lass Deinem Gefühl freien Lauf. Nichts ist falsch. Finde Deinen und Euren Weg des persönlichen Abschieds. Binde Deinen Mann und eventuelle Geschwisterkinder mit ein, wenn Du und sie es möchten.

 

 

4.) Gib Deinem Sternenkind einen festen, symbolischen Platz

 

Dein Sternenkind hat diese Welt verlassen, doch wird es für ewig in Deinem Herzen wohnen und Teil Deines Lebens bleiben. Gib ihm einen festen, symbolischen Platz:

  • Errichte eine kleine Gedenkstätte
  • Lass Dir eine Geburtsurkunde für Dein Sternenkind ausstellen
  • Pflanze einen Baum
  • Gib ihm einen Namen
  • Trage ein Erinnerungs-Schmuckstück
  • Bastle einen Gedenkstein
  • Überleg Dir eine Tattoo
  • Vielleicht hilft Dir ein Sternenbärchen

Auch hier gilt: Lass Deinen Gefühl freien Lauf. Wenn es Geschwisterkinder gibt, lass sie daran teilhaben und mitgestalten, sofern sie es möchten. Deinen Mann ebenso.

 

 

5.) Mach Dich frei von Gefühlen der Schuld und des Versagens

 

Ganz wichtig: Du hast alles richtig gemacht! Dich trifft keinerlei Schuld an dem was geschehen ist! Du hast weder als Frau noch als Mutter versagt! Hör auf Dir so etwas einreden zu wollen und mach Dich direkt frei von diesen absurden Gedanken:

  • Rede darüber und erlaube  Dir jedes noch so unerwartete Gefühl
  • Schreibe alle destruktiven Gedanken und Gefühle auf, um sie dann zu zerknüllen, verbrennen, vergraben, oder was auch immer Dir dazu einfällt
  • Mache Dir bewusst, dass Dein weiblicher Körper perfekt ist! Du bist dazu geboren irgendwann Mutter zu sein!
  • Versuche anzunehmen, dass Mutter Natur bei allen Lebewesen vorgesehen hat, dass es die Frucht des Lebens hin und wieder nicht zur vollen Reife schafft. Es ist leider der Lauf des Lebens und leider hat es Dich getroffen. Du kannst es Dir ähnlich eines gesunden Baumes vorstellen, der in voller Blüte erblüht: einige Früchte können in voller Reife geerntet werden, einige fallen vom Baum, einige wachsen einfach nicht weiter und einige haben Fehlbildungen. Doch das sagt alles nichts über die Perfektheit des Baumes aus!
  • Wenn es Dich beruhigt, betreibe Ursachenforschung: lass Dein Baby und Dich selbst untersuchen

 

6.) Lass Dir alle Zeit der Welt für Deine Trauer und rede darüber so viel wie möglich

 

Es ist so wichtig diesem Verlust Deines Sternenkindes den gleichen Wert beizumessen, wie jedem anderen Verlust eines geliebten Lebewesens auch. Die Existenz eines Menschen beginnt mit seiner Zeugung, daran gibt es nichts zu leugnen oder abzuwerten. Du darfst trauern, ganz egal wie früh Deine Schwangerschaft ein Ende nahm! Trauere, zünde eine Kerze an und REDE, rede und nochmals....REDE! Auch wenn es immer wieder das Gleiche ist, lass es raus! Ich weiß gar nicht wie oft sich mein Mann das Gleiche anhören musste, es war aber SEHR oft! Suche Gleichgesinnte mit denen Du Deine Trauer teilen kannst (dank Internet und Social Medias ist das heute kein Problem mehr) und nimm all Deine hochkommenden Gefühle ernst. Teile die Trauer mit anderen Dir nahestehenden Menschen und verschließe Dich nicht. Nimm Dir für Deine Trauer so viel Zeit, wie Du für Deine persönliche Verarbeitung brauchst. Es gibt kein zu lang und kein zu kurz!

 

 

7.) Hol Dir Hilfe, wenn Du sie brauchst

 

Wenn Du merken solltest, dass Du Dein Trauma nicht alleine und mit Unterstützung Deiner Familie bewältigt bekommst, dann scheue Dich nicht davor Dir Hilfe zu suchen. Mögliche Stellen sind:

  • Eine Hebamme
  • Ein/e Psychotherapeut/in
  • Ein/e Trauerbegleiterin
  • Ein/e Seelsorger/in
  • Ein/e Pfarrer/in
  • Eine Selbsthilfegruppe
  • Eine telefonische Notfallseelsorge, bspw. TelefonSeelsorge Deutschland - sie bietet auch Mailberatung, Chatberatung und Face-to-Face-Beratung an

Es gibt mittlerweile so viele tolle Organisationen für verwaiste Eltern, die Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Mir ans Herz gewachsen ist Hope´s Angel mit der wunderbaren Birgit Rutz. Und auch Helga Schmidtke mit dem Sternenkinderzentrum Odenwald.  Natürlich auch Unsere Sternenkinder Rhein Main, dessen Teil ich bin. Vielleicht hilft es Dir auch zu lesen. "Gute Hoffnung - jähes Ende: Fehlgeburt, Totgeburt und Verluste in der frühen Lebenszeit. Begleitung und Hoffnung für Eltern" von Hannah Lothrop ist bspw. ein Standardwerk und kann Dir bei der Bearbeitung Deines Verlustes helfen.

 

 

8.) Gönne Dir zwischendurch Momente der Verdrängung und tue Dir was Gutes

 

Dieser Punkt  mag erst mal befremdlich erscheinen. Verdrängung ist doch kontraproduktiv, oder? Wie immer und bei allem kommt es auf das Maß an. Ich sage nicht, dass Du das Geschehene leugnen und durch die Welt laufen sollst, als wäre nichts geschehen. Ich spreche von Momenten. Von kleinen Kraftinseln, um den Alltag zu stemmen und nicht an allem was auf Dich einbricht zu zerbrechen. Es ist ganz wichtig zwischendurch mal durchzuatmen, Kraft zu tanken und neuen Lebensmut und Lebenssinn zu finden. Das geht am besten, wenn Du Deinen Fokus veränderst. Wenn Dir alles zu viel wird und Du vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr siehst, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Du Dir bewusst etwas Gutes tun solltest. Was Dir gut tut weißt nur Du! Geh ins Kino, treffe Dich mit Freunden, beginne einen Kurs den Du schon immer mal machen wolltest (bspw. einen Näh- oder Sprachkurs) oder gönne Dir einen Wellnesstag. Ganz egal was Du machst, wichtig ist, dass Du einfach mal wieder Freude im Herzen spürst und andere Gedanken in Dein Leben Einzug erhalten...auch wenn sie nur für einen Mini-Moment anhalten.

 

Bei mir war es gerade die Mischung aus Trauer zulassen, viel darüber Reden und Phasen der Verdrängung die es mir ermöglichten, meinen Verlust zu verarbeiten, anzunehmen und an ein Folgewunder zu denken.

 

 

9.) Schaffe Dir Deine Strategie, um wohlgemeinte Trostversuche, den Anblick anderer schwangerer Frauen und frisch gewordener Mütter zu ertragen

 

Ob gewollt oder ungewollt, früher oder später werden Dir Kommentare wie "Das ist normal", "Macht schnell ein neues Kind und vergiss das Geschehene", "Du bist noch so jung", "Wer weiß zu was es gut war", "Vielleicht wäre es behindert gewesen" und "Es sollte nicht sein" begegnen. Sie werden Dich mitten ins Herz treffen, da Du mit dieser gefühlten Empathielosigkeit nicht rechnest. Ehrlich gesagt habe ich hierfür auch keinen schlauen Tipp, wie Du es schaffst solche Kommentare weniger an Dich rankommen zu lassen. Es hilft ein wenig sich bewusst zu machen, das Menschen, denen dieses Leid erspart blieb, wirklich Probleme haben Deine Gefühlswelt nachzuvollziehen. Sie wissen nicht, was Dir jetzt hilft und was Dich verletzten könnte. Sie schaffen es aber auch nicht nichts zu sagen, da sie Dir helfen wollen. Solche Sätze erfolgen meist unbedacht mit der Intention, Dir was Gutes zu tun. Lass es nicht auf Dir sitzen. Befreie Dich direkt von solchen Päckchen, die Dir von außen zusätzlich aufgeladen werden:

  • Kläre auf und gib die ehrliche Rückmeldung, dass Dir solche Kommentare wenig weiterhelfen sondern das Gegenteil bewirken
  • Ruf direkt eine Dir nahestehende Person an, der Du Dein Herz ausschütten kannst, bzw. treffe Dich mit ihr
  • Wende Dich an Eltern mit der gleichen Erfahrung, bspw. in Foren und Gruppen im Internet. Hier wirst Du viel Verständnis ernten!

Auch wirst Du auf Deinen Wegen immer wieder anderen schwangeren Frauen und frisch gewordenen Müttern begegnen. Es kann sein, dass Dir dieser Anblick schwer fällt und sich wieder tiefe Verzweiflung breit machen möchte. Gefühle von Hass, Wut und Neid kommen hoch, da ihnen das Glück wiederfährt, welches einem selbst vorenthalten wird. Doch niemand weiß, welches Leid diese Frauen evtl. durchleben mussten, um nun da zu sein, wo sie jetzt sind. Wer weiß, vielleicht sind sie selbst Sternemamas und tragen ein Folgewunder unter dem Herzen und/oder in der Hand? Auch hier rate ich Dir, bleib nicht alleine mit diesen Gefühlen, sondern teile sie mit einer Dir nahestehenden Person oder mit Sterneneltern, denen es genauso geht wie Dir.

 

 

10.) Öffne Dein Herz für das Geschenk Deines Sternekindes

 

Dieser letzte Punkt geht eigentlich über die Sofort-Hilfe hinaus. In der Regel bist Du für diesen Schritt erst ziemlich spät, am Ende Deines Trauerprozesses bereit. Dennoch möchte ich diesen Punkt mit aufführen, da er Dir aufzeigt, dass der Schmerz irgendwann vorbei ist und Du wieder hoffnungsvoll nach vorne sehen kannst, auch wenn es Dir im Moment unvorstellbar erscheint. Dieses Geschenk hilft Dir dabei Dein Weltbild neu zu ordnen, neuen Mut zu schöpfen und Dein Schicksal in Frieden anzunehmen. In meinem Erfahrungsbericht erfährst Du genaueres über diesen Punkt, und wie ich ihn erlebt habe.

 

 

 

 

Meine Geschichte:

Wie ich Sternenmama wurde

 

 

 

 

Als ich zum ersten mal schwanger wurde, ging ich von Anfang an vom Besten aus. Niemals hätte ich mit solch einem tragischen Ende gerechnet. Meine Schwangerschaft verlief tatsächlich erst mal sehr komplikationsfrei. Ich hatte großes - nein RIESENGROSSES - Vertrauen! Mein Körper, mein Bauchgefühl und mein Baby im Bauch waren Eins! Die Verbindung zu meinem Baby war sehr tief, so dass ich immer wusste wie es ihm gerade geht. Ich war definitiv nicht mehr alleine. Es gehörte bereits jetzt zu mir und uns. Trotz Alltagsstress habe ich mich regelmäßig mit ihm verbunden. Durch dieses verbinden "von Herz zu Herz" wusste bereits sehr früh, dass mein Baby ein Mädchen wird, auch wenn mein bereits gewachsener Bauch für Außenstehende eher nach Junge aussah. Ich wusste wie sie aussehen wird, ihre Art zu sein...das hat sie mir alles verraten. Ich fühlte innerlich ihren Herzschlag, auch als ich sie äußerlich noch nicht spüren konnte. Alles war perfekt!

 

Auf einmal wurde alles anders

Eines Abends nahm ich ein Bad. Als ich Aufstand um mich abzutrocknen bekam ich ohne Vorwarnung Blutungen. Abrupt wurde mir schwarz vor Augen. Mein Herz raste und ich bekam unheimliche Angst. Sofort rief mein Mann den Krankenwagen und im Nullkommanichts war ich im Krankenhaus. Im Ultraschall sah man, dass es meinem Baby noch gut geht. Ich war erst mal erleichtert. Aber man sah auch ein riesiges Hämatom, von dem bis heute niemand weiß wie es entstanden ist.

 

Ich hielt die Verbindung zu meinem Baby im Bauch

Immer wieder habe ich mich mit meiner Tochter verbunden und immer wieder fühlte ich ihre Botschaft, dass alles Gut sei. Das es ihr gut gehe. Dass ich mich nicht sorgen solle. Alles habe seine Richtigkeit. Dass beruhigte mich während als dieser beunruhigenden Vorgänge in meinem Körper und in dieser Klinik sehr. Ich vertraute diesen Botschaften und dachte, egal wieviel und wie lange ich auch kämpfen müsse, ich würde diese Klinik auf jeden Fall mit einem lebendigen Baby im Bauch oder im Arm verlassen.

 

Der Tag an dem ich zum ersten Mal Sternenmama wurde

Zwei Tage lang habe ich um meine Tochter kämpfen dürfen, bis ihr Herz irgendwann aufhörte zu schlagen. Ich verstand die Welt nicht mehr. Konnte ich mich so irren? Habe ich mein Baby im Bauch so falsch verstanden? All mein Glaube, all mein Vertrauen, mein gesamtes Weltbild verloren schlagartig ihre Gültigkeit! Es gab nichts mehr das mir Halt gab. All das, was mir in meinem Leben zuvor Sicherheit gab, verlor seine Wirkung.

So wurde ich also in der 22. SSW zum ersten Mal Sternenmama. Da ich von diesen zwei Tagen so geschwächt war, ich dermaßen viel Blut verlor und das Hämatom mittlerweile eine besorgniserregende Größe erreicht hatte, wurde meine Tochter per Notkaiserschnitt auf die Welt geholt. Eine Narbe entstand, die mich mein Leben lang an diesen Tag erinnern wird. Während der OP musste ich mehrmals wiederbelebt werden. Beinahe wäre ich meiner Tochter gefolgt und mein Mann hätte zwei Verluste verkraften müssen. Es war einfach nur furchtbar. Ich erinnere mich nicht gerne an diese Zeit. Ich fühlte mich so verloren, so alleine, so unverstanden. Mein einziger Anker war mein Mann.

 

Ich wollte das Geschehene weder wahr haben noch annehmen

Es war so komisch auf einmal einen leeren Bauch zu haben, der dazu so unheimlich schmerzte. Ich verbrachte noch einige Tage auf der Intensivstation. Mein verlorenes Mädchen wollte ich nicht sehen. Ich wollte nicht wahr haben, dass das alles passiert ist. Ich habe die Seele meines Kindes immer noch so deutlich gespürt, so dass ich mir einredete nur der Körper sei gegangen. Also bildete ich mir ein, wir machen einfach nur schnell einen neuen Körper für unser Kind, damit die Seele wieder ein zuhause findet und wir unsere - genau diese -  Tochter somit doch irgendwann im Arm halten können. Ich wollte weiter kämpfen und nicht annehmen, dass alles vorbei ist!

 

Ich hatte das Gefühl als Frau und Mutter versagt zu haben

Noch in der Klinik hatte ich das Bedürfnis mich bei meinem Mann dafür zu entschuldigen, dass ich ihm kein Kind schenken konnte. Das tat ich dann auch und ich war dankbar, dass er es einfach nur annahm und nicht versuchte mir dies auszureden, denn es war ein wirklich ernstgemeintes Gefühl von meiner Seite. Ich dachte ich habe als Frau total versagt. Mein weiblicher Körper hat in meinen Augen nicht das gemacht, wozu er eigentlich bestimmt ist. Da heißt es überall, wir Frauen sind dazu geboren Mutter zu werden und unser Körper sei genau dafür ausgelegt. Und was ist mit mir? Wieso blieb mir diese Erfahrung vergönnt? Ich war enttäuscht, sauer, entwickelte große Selbstzweifel und Schuldgefühle. Ich fühlte mich schuldig, dass mein Kind sterben musste. Hatte ich wirklich alles getan, was man als Mutter tun konnte, damit es sein Kind gesund auf diese Welt schafft? Ich ging die letzten Tage immer und immer wieder durch. Was hatte ich nur falsch gemacht?

 

Die erste Zeit nach dem Verlust

Die nächsten Tage und Wochen waren der absolute Horror. Ich machte all das durch, was eine frisch gebackene Mutter eben durchmacht, wenn sie gerade ihr Kind geboren hat...nur das ich kein Baby im Arm halten durfte. Ich hatte den nachgeburtlichen Wochenfluss, Nachwehen, die Kaiserschnittnarbe schmerzte, mein Bauch wurde immer kleiner und verschwand schließlich, alle Schwangerschaftsanzeichen ließen Stück für Stück nach...und mir fehlten die Bewegungen meiner Tochter im Bauch so sehr!

Ich traute mich kaum zurück in meinen Alltag, denn überall lauerten die Menschen, die mich bereits Schwanger gesehen haben, und mir jetzt zum Baby gratulieren wollten. Das passierte mir leider wirklich sehr oft und lange. Ich war so verletzlich wie noch nie. Jedes kleine unbedachte oder unbeholfene Wort von Anderen traf mich mitten ins Herz. Ich fühlte mich in meiner Situation sehr unverstanden und alleine.

 

Der Abschied

Vier Monate nach dem Tod unserer Tochter wurden wir zu einer Sammelbestattung eingeladen. In meinem damaligen Wohnort gab es auf dem Hauptfriedhof einen wunderschönen Sternengarten für all die Kinder, die sich in der Schwangerschaft entschieden haben im Mutterleib zu sterben. Alle halbe Jahr werden sie dort begraben. In einer kleinen Kapelle fand zunächst eine Abschiedszeremonie statt. Es war etwas ganz besonderes, diese Zeit mit Eltern zu verbringen, die das gleiche Leid wie wir durchlebten. Es flossen viele gemeinsame Tränen. Jeder Elternteil durfte einen goldenen Stern aus Karton beschriften und mit dem Namen seines Sternenkindes versehen. Diese wurden dann später an einen Baum direkt neben dem Sternengarten aufgehängt. Nach der Zeremonie liefen wir zum Grab, wo die Urne ins Erdreich hinab gelassen wurde. Alle Eltern konnten sich persönlich verabschieden. Das tat richtig gut!

Dieses Grab besuchten wir noch oft. Schmückten es. Setzen uns daneben. Sahen und hörten die goldenen Kartonsterne am Baum hängen und im Wind wehen. Dieser Ort hatte was Magisches. Was Bewegendes. Was Hoffnungsvolles. Hier konnte ich Stück für Stück Abschied nehmen und neue Hoffnung gewinnen.

 

Langsam kam ich ins Verarbeiten und Annehmen

Irgendwann konnte ich annehmen, dass diese Seele, die für meine Sternentochter bestimmt war, nicht wieder kommen wird und nur für dieses kurze Leben in meinem Bauch bestimmt war. Ich bereute sehr, dass ich sie nach der Geburt verleugnet habe und sie nicht sehen wollte. Also nahm ich Kontakt zum Krankenhaus auf und bat um einen Termin, um mir die Bilder meiner Tochter ansehen zu können. Ich wusste, dass sie am Tag der Totgeburt gemacht wurden. Ich hatte einerseits große Angst vor dem Anblick. Andererseits war das verlangen danach richtig Abschied zu nehmen größer. Und zum Glück war die Angst unbegründet. Denn nichts erschreckte, schockierte oder enttäuschte mich. Im Gegenteil! Niemals hätte ich gedacht welch positive Gefühle dieser Anblick in mir auslöst. Ich war so unheimlich glücklich und erleichtert. Sie war so wunderschön - meine Tochter - einfach großartig! 

 

Der Anblick von Schwangeren und frisch gewordenen Müttern

Auch wenn ich den Verlust meiner gewünschten Tochter langsam verarbeiten und annehmen konnte, so vermisste ich sie dennoch jeden Tag. Jedes Mal wenn ich einer schwangeren Frau oder einer Mutter mit einem Säugling begegnete, konnte ich es kaum ertragen. Nicht weil ich diesen Frauen nicht ihr Glück gönnte. Es erinnerte mich an meinen Verlust und an das, was ich alles verpasse. Am schlimmsten waren für mich die Frauen, die bereits ein oder mehr Kinder an der Hand hatten und ihr nächstes Kind erwarteten. Ich war zutiefst eifersüchtig und beneidete diese Frauen sehr. Hatte ich nicht das gleiche Glück verdient wie sie?

 

Meine zweite Schwangerschaft

Genau ein Jahr nach dem Verlust meiner Sternentochter verlor ich in der 9. SSW auch mein zweites Kind. Es schien alles so hoffnungslos. Schon wieder ein Hämatom. Schon wieder hat das Herz aufgehört zu schlagen. Dieses Mal musste ich zur Ausschabung. Ich war am Boden zerstört. Alte Wunden wurden aufgekratzt. Ich wurde daraufhin bezüglich meiner Blutgerinnung untersucht, doch da konnte nichts Auffälliges festgestellt werden. Wieder „einfach nur“ Pech gehabt? Wie konnte es sein, dass ich es zwar schaffe schwanger zu werden, aber dass kein Kind bei mir bleibt?

 

Ich holte mir Hilfe

Nach diesem erneuten Verlust suchte ich eine Therapeutin auf, die mir half das Geschehene zu verarbeiten und zu verstehen. Ich fing an besser für mich zu sorgen. Ich entschied mich dafür eine systemische Familienaufstellung zu machen. Durch sie erhielt ich viele Antworten und neuen Mut. Es taten sich einige Baustellen auf, welcher ich mir niemals bewusst geworden wäre, gäbe es nicht meine Sternenkinder. Ich arbeitete an diesen Baustellen, in der Hoffnung, dass es dadurch keine Seele mehr für nötig hält mich während der Schwangerschaft zu verlassen, sondern zu meinem gewünschten Kind an der Hand wird. Und genau so kam es!

 

Das Geschenk meiner Sternenkinder

In meinem Leben begann sich einiges zu ändern. Prioritäten änderten sich. Beziehungen zu Menschen in meinem Umfeld änderten sich. Ich änderte mich und wurde mir selbst zunehmend wichtiger. Das, was passiert war, ist nicht einfach so passiert, das spürte ich ganz deutlich. Das Schicksal wollte mir damit etwas sagen. Ein Jahr nach meinem ersten Verlust konnte ich das langsam verstehen. Nichts passiert einfach so. Hinter allem steckt ein Sinn. Genau da wollte ich hinsehen und die Verantwortung für mein Leben übernehmen. Ich war nicht bereit in einer Opferrolle zu verharren.

 

Ich begann zu verstehen, warum meine Sternentochter mir bis zum Moment ihres Ablebens das Gefühl gab, dass es ihr gut geht und das alles gut wird. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen damals zu denken, dass irgendetwas "gut" daran sein soll, mein Kind in der Schwangerschaft zu verlieren. Wenn mir irgendeiner damit gekommen wäre, hätte er mich damit zu tiefst getroffen und ich hätte ihn zum Teufel geschickt. Oh nein, zu dieser Erkenntnis kommt man entweder selbst oder gar nicht!

 

Ich erkannte:

  • dass Seelen ihren eigenen Plan haben.
  • das manche Seelen für sich entschieden haben, nur die Erfahrung des Embryos oder Fetus im Leib der Mutter machen zu wollen. Damit sind sie glücklich und zufrieden. Ihnen geht es gut damit! Länger als "geplant" im Mutterleib zu bleiben oder sogar als Erdenkind auf die Welt zu kommen, wäre für sie falsch und würde ihrer Lebensaufgabe wiedersprechen.
  • dass Seelen sich treffen, um sich gegenseitig bei der Erfüllung ihrer Lebensaufgaben zu unterstützen. So suchten sich meine Sternenkinder mich als Sternenmama aus, da sie genau wusste, dass ich ihnen das geben konnte was sie brauchten. Ich war die perfekte Sternenmama für meine Sternenkinder! Und meine Seele suchte sich ihre Seelen ebenfalls aus, damit auch ich meiner Lebensaufgabe näher komme.
  • dass diese Erfahrung auf den ersten Blick "nur" ungerecht und fies erscheint. Jedoch auf den zweiten Blick ebenfalls einen ungeahnten Reichtum beherbergt, nämlich Wachstum für mich und mein Selbst. Sie ließ mich auf eine andere Weise auf mein Leben schauen. Sie brachte mich dazu vieles zu hinterfragen. Und sie brachte mich dazu vieles zu ändern.
  • dass der Verlust meiner ersten beiden Kinder leider nötig war, um mich wachzurütteln. So schlimm diese Erfahrung und die darauffolgende Erkenntnis samt Veränderungsprozess auch war, so unendlich dankbar bin ich dennoch das all´ das passiert ist, denn mein Leben ist heute so viel reicher! Ich bin gewachsen. Meine Seele ist gewachsen. Und mein Vertrauen in mich selbst ist stärker denn je!
  • ja, meiner Sternentochter ging es gut! Und alles wurde gut! Ich habe richtig verstanden!

 

Ich habe getrauert, ich habe gelitten, ich war verzweifelt, ich habe Abschied genommen, ich habe nach vorne geblickt und ich habe ein Geschenk entdeckt. Jedes meiner Sternenkinder hat für mich ein Geschenk dagelassen. Ich konnte es nicht gleich sehen. Und ich konnte es nicht sofort annehmen. Erst als die erste Zeit der Verarbeitung und der Trauer vorbei war, konnte ich mein Herz dafür öffnen. Und heute bin ich so unendlich dankbar, Sternenmama zu sein und zwei so wunderbare Sternenkinder in meinem Leben zu wissen! So bitter diese Erkenntnis auch ist, doch all das Geschehene hat für mich heute eine nachvollziehbare Richtigkeit.

 

 

 

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft

 

 

Ja, die wirst Du jetzt brauchen. Mama eines Sternenkindes zu werden bringt einiges an Veränderungen mit sich. Dieses Gefühlschaos und diese unendliche Sehnsucht, diese Liebe die gegeben werden möchte, das Nest das leer liegt...das alles anzunehmen und weiter zu gehen, ist eine der größten Herausforderungen die Dir das Leben stellt.  Auch, weil die wenigsten Dich als das sehen, als die Du Dich fühlst: als Mutter! Dieses "nicht gesehen werden", und auch das "sich selbst nicht sehen" und sein Gefühlschaos nicht verstehen, das alles zu entwirren, zu entknoten, zu sortieren und anzukommen in diesem neuen Leben, dass ist das, wo Du Dich gerade mittendrinnen befindest. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft auf Deinem Weg und von Herzen das Beste! Du bist nicht allein, auch wenn es sich für Dich oft so anfühlt.

 

Vielleicht helfen Dir diese beiden Artikel auch etwas weiter, um in Deiner neuen Rolle als Mama eines Sternenkindes und in Deinem Elternsein ohne Kind im Arm anzukommen:

 

Zur Sternenmutter geboren: 6 Gründe für unser Muttersein

und

 

"Wir sind Eltern" - Vom Elternsein verwaister Eltern

 

 

Von Herz zu Herz

 

Deine Renate

 

 

 

 

 

Bildquelle: „Portrait of sad woman sitting alone in the forest. Solitude concept. Millenial dealing with problems and emotions." ##123846580 © wstockstudio - Fotolia.com